Die US Seite Geni (geni.com) hat bei der letzten Kapitalerhöhung eine Bewertung von sagenhaften 100 Mill US$ durchsetzen können. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt “die Welt in einem grossen Familien-Stammbaum” abzubilden. Also so wie Social Networks behaupten, dass man über 6 Ecken jeden anderen Menschen der Welt kennt, so will Geni “beweisen” über wieviele Ecken man mit anderen Menschen verwandt ist. Man kann gespannt sein. Still und heimlich hat jedoch der aus Israel kommende Wettbewerber myheritage.com schon eine Datenbank von beeindruckenden 180 Millionen Stammbaumeinträgen aufgebaut und hat so einen enormen Vorsprung. Wie sich die üblichen deutschen clones ( zum Beispiel aus der Samwer Familie familyone) dagegen positionieren oder ob sie nicht nach der Geni Kapitalerhöhung schon als Übernahmeziel gehandelt werden müssen (wenige Monate nach launch!) wird sich zeigen. Die Kriegskasse von Geni ist gefüllt!
Aus unserer Sicht ist die Abbildung von Verwandtschaftsverhältnissen eine wirkliche Killer-Applikation!
Die Geschichte vom „Congstar“ oder: „ Sie ticken wohl nicht richtig“
Der Telekom laufen die Kunden weg und die Führung denkt, es läge nur am Preis
Man muss im Umgang mit der Telekom und ihren Töchtern schon andere Regeln gelten lassen als bei normalen Unternehmen. Das weiß man ja inzwischen. Und kalkuliert es ein. Manchmal aber versteht man das Paralleluniversum der Telekom einfach gar nicht mehr.
Mein Beispiel: Am 21.6.2007 bestelle ich frohen Mutes bei der Telekom Tochter Congster über Internet einen DSL 6000 Anschluss. Alles geht problemlos. Mit der angekündigten einwöchigen Schaltungsfrist bin ich einigermaßen zufrieden, hoffe jedoch als Unternehmensberater mit Schwerpunkt Internet- und Medien Start-Ups vielleicht doch schon nach zwei oder drei Tagen aufgrund der Dringlichkeit vorgezogen zu werden. Aus diesem Grunde rufe ich einen Arbeitstag nach meinem online-Auftrag dort im Call Center an. Es klingelt einmal, zweimal, der Hörer wird abgenommen und eine recht lustige weibliche Stimme verkündet mir frohgemut: „Sie ticken wohl nicht richtig!“. Originell! Eine nun wirklich recht forsche Eröffnung die man nicht alle Tage hört. Und woher weiß sie das? Hat sie insiderwissen? Kennt sie mich persönlich und hat immer schon auf die Gelegenheit gewartet mir dies endlich einmal ungefiltert mitzuteilen. Auf Nachfrage beruhigt mich Frau T. vom Call Center: „Ich habe nur meiner Kollegin die email eines Kunden vorgelesen“. Ob dieser offenen Kommunikation erkläre ich meine Bereitschaft derartige email nicht auch zu senden, wenn doch ein Auftrag etwas beschleunigt werden könnte. Sie werde sehen was sich machen lässt antwortete die nun freundliche Call-Center Mitarbeiterin. Sie werde sich persönlich darum kümmern und auch ihre Chefin, Frau P. hierzu persönlich befragen. Sie werde zurückrufen. Was sie nicht tut. Ich aber. Ja, ihre Chefin wäre nicht dazu gekommen, sie werde ihr aber einen Zettel hinlegen und dann zurückrufen. Sie persönlich wäre auch erreichbar, aber eben inzwischen unregelmäßig, sie hätten derzeit Kurzarbeit. Die Geschäfte würden nicht so gut gehen. Erneut ein erfreulich offenes Wort. In der sicheren Annahme, dass die wenigen Kundenaufträge dazu führen, dass ich nun persönliche Betreuung erfahre und mein Auftrag nun schnell geschaltet wird, warte ich das Schaltdatum einfach ab. Nichts passiert an dem Tag. Und am Tag darauf. Und am Tag darauf. Neugierig rufe ich dann erneut an. Sie wüssten nicht genau was passiert ist kommt als Antwort, die T-Com würde den Auftrag nicht schalten, man können nicht nachforschen, da wäre eben ein Schwarzes Kommunikationsloch, man können nur warten ob etwas passiert. Das gefällt mir nun weniger. Wieder warte ich ein paar Tage. Nächster Anruf: Mein Auftrag wäre verloren gegangen, er müsse neu eingegeben werden, ob das ok wäre. Nein, aber es gehe ja wohl nicht anders. Also neu eingegeben. Aber das würde nun ca. zwei Wochen dauern, ich müsse mich ja quasi wieder hinten anstellen, alles würde fein der Reihe nach bearbeitet. Dies trifft nicht auf mein Verständnis. Eine erste Beschwerde-email geht raus. Warten-Warten-Warten. Wieder nichts. Neue email, neue Anrufe, Call-Center Auskünfte der Art „Tut mir leid ich kann nichts dafür, ich kann es nur weitergeben…“ „irgendwie ist ihr Auftrag im Nirwana“, „Keiner weiß was mit Ihrem Auftrag ist, wir haben einfach keine Möglichkeit den aktuellen Stand zu erfahren“ machen mich zunehmen nervös. Inzwischen kenne ich die meisten Mitarbeiter des Call-Centers beim Namen. Und sie kenne langsam meinen. Allein: Internet habe ich immer noch nicht. Rückrufe kommen sehr sporadisch. Am liebsten wird per email geantwortet (Zur Erinnerung: Ich habe gar keinen Internetanschluss, habe ihn gerade in Auftrag gegeben).
Frustriert vergeht Frist nach Frist. ich sende ein Einschreiben mit Rückschein an die Geschäftsleitung von Congstar.
Nur mein Internetanschluss ist nicht da. Zwischenrufe wie „die angegebene Telefonnummer ist gar nicht Ihre“ (sie hat mich gerade auf der Leitung angerufen), „Sie sind gar kein Telekom Kunde mit dem Telefonanschluss“ und „Ihre eigentliche Rufnummer ist eine ganz andere“ nehme ich je nach Gemütslage mit stoischer Ruhe, höchster Verwunderung, wildem Gestikulieren und manchmal nur mit ehrfürchtigem Staunen entgegen. Per Fax sende ich eine Rechnungskopie der Telekom an Congstar um zu beweisen, dass ich zu den letzten der Spezies der Telekom Kunden gehöre, die immer noch nicht kapiert haben, dass Kundenorientierung bei der Telekom zwar immer wieder gepriesen wird, die Umsetzung allerdings einfach nicht zu den Dingen gehört, die man ernst nimmt.
Die Geschäftsführung von Congstar äußert sich nur über das Sondereinsatzkommando in Form von Frau K., die nach drei Wochen an dem schwierigen Fall aber auch sagt „wenn es am 10.8 nicht geschaltet ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter“. Offenbarungseid! Keine Entschuldigung. Kein Angebot wie mein berufliches Internetproblem (z. Bsp. kostenlose UMTS Card bis zur Schaltung von DSL) gelöst werden könnte. Immerhin kommt jetzt Hardware, die ich zwar nicht bestellt habe, die mir aber zeigt, dass mein Auftrag im System ist…
Heute ist der 15.8. Nichts geschaltet. Das Call Center (neue Mitarbeiterin, die Stimme kenne ich noch nicht!) sagt, dass sie eine Beschwerde in die übliche T-Com Liste eingestellt hat die würden dann in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet (wie dies schon vier mal vorher passiert ist, ohne dass auch nur eine Rückmeldung oder Reaktion von T-Com gekommen wäre). „Es ruft sie dann jemand an!“.
Beginnt nun alles von vorn? Und täglich grüßt das Murmeltier….
Es bleibt nur die unerfreuliche Erkenntnis: „Die ticken wohl nicht richtig bei Congstar….“
Auch heute habe ich noch keinen Internetanschluss!
Als Hintergrund: Der Anschluss befindet sich im Herzen von Köln an einer großen Ausfallsstraße. In dem Büro war schon DSL geschaltet bevor ich hier einzog, die Verkabelung ist komplett vorhanden. Im Haus und im Büro. Die Fritzbox ist angeschlossen und angeschaltet, die Telefonanlage von der Telekom installiert und programmiert. Kontakt gerne über: kth@thierhoff-consulting.de
Google erweitert derzeit seine features und die von google maps und google earth massiv. Unter anderem werden Fotos auf “street level” aufgenommen, so dass man - lange erwartet - nun auch flächendeckend alle Straßenzüge sehen kann. Pech gehabt, wer während der Aufnahme gerade etwas tut was er nicht so gerne veröffentlicht hätte…
Schön ist auf jeden Fall die Kamera mit der Google (bzw., die von google beauftrage immersive media) die Aufnahmen macht: eine Kamera mit 11 Objektiven und recht hoher Auflösung. Mit VW Beatles geht es gerade durch die USA…
Der Medienkonzern CBS hat den Internet Musikanbieter last.fm für 280 Millionen US$ übernommen. Last.fm mit Sitz in London ist ein Joint Venture der beiden Unternehmen audioscrobbler (aus UK) und last.fm (Deutschland und Österreich). Aus London betreiben sie den inzwischen bekannten Dienst, der User per Musikgeschmack miteinander verbindet und auf dem eigenen Hörverhalten basierend individualisiertes Internet Radio anbietet. Ähnlich wie auch die inzwischen für nicht US-Nutzer gesperrte Seite pandora.
Endlich ein Europäisches Internet Start-Up, das ein eigenes Modell entwickelt und zum internationalen Erfolg geführt hat!
Die beliebte US Musik-Seite Pandora, bei der User angeben welche Musik-Interpreten Sie selbst mögen und die auf dieser Information einen eigenen Sender kreiiert, ist für alle Nutzer außerhalb der USA gesperrt worden.
Große Aufregung allenthalben: Musikrechte sind wieder einmal die Crux. Trifft es bald auch last.fm, oder andere? Der umkämpfte Musik Markt wird wieder einmal zum Ort von Kämpfen von Rechtinhabern. In Deutschland scheint die GEMA mehr zu blocken als ähnliche Institutionen in anderne Ländern. Warum kein Pandora für Deutschland?
Blockieren wir unsere eigene Zukunft? Oder blockieren wir im Namen der Künstler-Rechte die Entwicklung von Künstlern?
Bei unserem Besuch bei DJtunes.com in Bochum wurde eins schnell klar: Es handelt sich nicht um ein glamouröses Projekt mit Neuer-Markt Allüren, sondern um ein konsequent geführtes, kostenorientiertes Start-Up in einem klar definierten Nischen-Markt.
Wenn Mitgründer Achim Illner als ehemaliger Finanzvorstand der Phenomedia AG auch Neue Markt Erfahrung besitzt, so hat er doch einiges daraus gelernt und setzt es jetzt konsequent um. Die Räumlichkeiten sind großzügig aber sehr preiswert, auf Schnörkel und Marmor Schnickschnack wird verzichtet.
Das Geschäftsmodell setzt auf eine Nische im Musikmarkt: Die professionellen oder Semiprofessionellen Nutzer aus der DJ Szene, die für das richtige Produkt und die richtige Information auch Geld ausgeben. Dass der Content noch im Aufbau ist sei dem Team verziehen, die Seite hat dadurch noch eine leichte Beta Anmutung. Aber das zwölfköpfige Team wird sicherlich auch die letzten Platzhalter bald ersetzen.
Und mit der Gewinnung des High-Tech-Gründerfonds als Investor hat das Team einen Clou gelandet. DJ-Szene, Internet und High-Tech sind hier eine Ehe eingegangen, die sicherlich vielversprechend ist.
nichts für trekkies diese Meldung. Spock in dieser Variante ist die seit Monaten angekündigte und nun für Juni 2007 angekündigte People Search engine aus Menlo Park, im schönen California. Es wird immer interessanter, die Gerüchteküche kocht hoch im Silicon Valley (siehe auch Venture Beat) und auch in der Deutschen Gründerlandschaft. Spock ist eine Meta Search engine für Personendaten. Sie kann einzelne Personen mit dem gleichen Namen unterscheiden - was zu beweisen wäre. Herkömmliche Engines können bekanntlich nicht allzu gut zwischen Michael Jackson dem Sänger und Michael Jackson dem Basketballer unterscheiden. Spock kann es - angeblich. Interessant ist, dass unter spock.com nun ein Wettbewerb um 50.000 Dollar ausgeschrieben wird: Wer den besten Allgorithmus entwickelt gewinnt. Eingeständnis, dass das Problem bisher nicht gelöst wurde? Der verweifelte Versuch die freie Gemeinde von Entwicklern mit 50T€ abzuspeisen für den zündenden Funken, der bislang fehlt?
Optisch sieht die Lösung ja eignetlich schon gut aus, wenn sie jetzt noch funktioniert…




Ich bin gespannt ob die Deutsche Gründer- und Copycat Szene das Problem vielleicht schneller in den Griff kriegt als das Silicon Valley selbst… Die Idee ist sicher sehr gut, der run ist eröffnet…
Das neue Start-Up linkmybox.com vereinfacht die nervige Pflege der eigenen Profile in der nun fast unüberschaubaren Menge der Social networks. Einmal bei linkmybox eingegeben wird die Änderung der eigenen Angaben in alle verlinkten Networks übertragen. Das Prinzip ist recht einfach und orientiert sich an den US Vorbildern profilelinker und spokeo.
Ob die 4 Tage, die die Gründer nach eigenen Angaben für die Programmierung gebraucht haben nun stimnmen oder nicht: Für eine frühe Beta ist die Version schon recht brauchbar. Der ein oder andere bug war bei unserem Kurztest noch zu finden. Das hochgeladene eigene Foto zeigte mein Gesicht gegenüber dem Original noch einmal verbreitert und mit deswegen schon fast asiatisch wirkender Augenpartie, aber diese kleine Verzerrung sei erlaubt…
Vielversprechend ist der Ansatz schon, es wird sich aber zeigen müssen, ob es ein reines geek-produkt ist oder tatsächlich auch eine größere Menge von Usern anspricht. Gegen die breite Durchsetzung spricht dann auch folgendes: Uns sind einige Socialnetworker(innen) bekannt, die auf XING ein braves und seriöses Profil zeigen, in StudiVz aber noch einmal so richtig ihre andere Seite ausleben.
Auf jeden Fall ist linkmybox viel versprechend und wir wünschen viel Erfolg! Wir werden dran bleiben!
