Der Medienkonzern CBS hat den Internet Musikanbieter last.fm für 280 Millionen US$ übernommen. Last.fm mit Sitz in London ist ein Joint Venture der beiden Unternehmen audioscrobbler (aus UK) und last.fm (Deutschland und Österreich). Aus London betreiben sie den inzwischen bekannten Dienst, der User per Musikgeschmack miteinander verbindet und auf dem eigenen Hörverhalten basierend individualisiertes Internet Radio anbietet. Ähnlich wie auch die inzwischen für nicht US-Nutzer gesperrte Seite pandora.
Endlich ein Europäisches Internet Start-Up, das ein eigenes Modell entwickelt und zum internationalen Erfolg geführt hat!
Bei unserem Besuch bei DJtunes.com in Bochum wurde eins schnell klar: Es handelt sich nicht um ein glamouröses Projekt mit Neuer-Markt Allüren, sondern um ein konsequent geführtes, kostenorientiertes Start-Up in einem klar definierten Nischen-Markt.
Wenn Mitgründer Achim Illner als ehemaliger Finanzvorstand der Phenomedia AG auch Neue Markt Erfahrung besitzt, so hat er doch einiges daraus gelernt und setzt es jetzt konsequent um. Die Räumlichkeiten sind großzügig aber sehr preiswert, auf Schnörkel und Marmor Schnickschnack wird verzichtet.
Das Geschäftsmodell setzt auf eine Nische im Musikmarkt: Die professionellen oder Semiprofessionellen Nutzer aus der DJ Szene, die für das richtige Produkt und die richtige Information auch Geld ausgeben. Dass der Content noch im Aufbau ist sei dem Team verziehen, die Seite hat dadurch noch eine leichte Beta Anmutung. Aber das zwölfköpfige Team wird sicherlich auch die letzten Platzhalter bald ersetzen.
Und mit der Gewinnung des High-Tech-Gründerfonds als Investor hat das Team einen Clou gelandet. DJ-Szene, Internet und High-Tech sind hier eine Ehe eingegangen, die sicherlich vielversprechend ist.
nichts für trekkies diese Meldung. Spock in dieser Variante ist die seit Monaten angekündigte und nun für Juni 2007 angekündigte People Search engine aus Menlo Park, im schönen California. Es wird immer interessanter, die Gerüchteküche kocht hoch im Silicon Valley (siehe auch Venture Beat) und auch in der Deutschen Gründerlandschaft. Spock ist eine Meta Search engine für Personendaten. Sie kann einzelne Personen mit dem gleichen Namen unterscheiden - was zu beweisen wäre. Herkömmliche Engines können bekanntlich nicht allzu gut zwischen Michael Jackson dem Sänger und Michael Jackson dem Basketballer unterscheiden. Spock kann es - angeblich. Interessant ist, dass unter spock.com nun ein Wettbewerb um 50.000 Dollar ausgeschrieben wird: Wer den besten Allgorithmus entwickelt gewinnt. Eingeständnis, dass das Problem bisher nicht gelöst wurde? Der verweifelte Versuch die freie Gemeinde von Entwicklern mit 50T€ abzuspeisen für den zündenden Funken, der bislang fehlt?
Optisch sieht die Lösung ja eignetlich schon gut aus, wenn sie jetzt noch funktioniert…




Ich bin gespannt ob die Deutsche Gründer- und Copycat Szene das Problem vielleicht schneller in den Griff kriegt als das Silicon Valley selbst… Die Idee ist sicher sehr gut, der run ist eröffnet…
Das neue Start-Up linkmybox.com vereinfacht die nervige Pflege der eigenen Profile in der nun fast unüberschaubaren Menge der Social networks. Einmal bei linkmybox eingegeben wird die Änderung der eigenen Angaben in alle verlinkten Networks übertragen. Das Prinzip ist recht einfach und orientiert sich an den US Vorbildern profilelinker und spokeo.
Ob die 4 Tage, die die Gründer nach eigenen Angaben für die Programmierung gebraucht haben nun stimnmen oder nicht: Für eine frühe Beta ist die Version schon recht brauchbar. Der ein oder andere bug war bei unserem Kurztest noch zu finden. Das hochgeladene eigene Foto zeigte mein Gesicht gegenüber dem Original noch einmal verbreitert und mit deswegen schon fast asiatisch wirkender Augenpartie, aber diese kleine Verzerrung sei erlaubt…
Vielversprechend ist der Ansatz schon, es wird sich aber zeigen müssen, ob es ein reines geek-produkt ist oder tatsächlich auch eine größere Menge von Usern anspricht. Gegen die breite Durchsetzung spricht dann auch folgendes: Uns sind einige Socialnetworker(innen) bekannt, die auf XING ein braves und seriöses Profil zeigen, in StudiVz aber noch einmal so richtig ihre andere Seite ausleben.
Auf jeden Fall ist linkmybox viel versprechend und wir wünschen viel Erfolg! Wir werden dran bleiben!
Ein Hamburger Team aus fünf jungen Gründern hat sich des Themas Eventplanung angenommen: Invyte. Ob Geburtstag, Konzert oder Workshop: Mit den Tools von invyte lassen sich events planen und organisieren sowie Personen dazu einladen. Eine durchdachte Ergänzung zu Social Networking Seiten, die diese Möglichkeiten etwas vernachlässigen oder nicht konsequent umsetzen.
Obwohl noch nicht bug-frei, so doch für eine frühe Beta schon sehr gut. Meines Erachtens eine gute und leicht bedienbare Oberfläche!
Invyte lässt sich auf das alte Spiel ein: Kopiere ein gute Idee aus dem Silicon Valley möglichst früh und versuche der erste lokal in Deutschland zu sein. Die US Originale sind aber schon recht zahlreich: Evite, Renkoo, MingleNow, Skobee, Mypunchbowl, SuggestLocal, Socializr. Einen Überblick über die deutschen Wettbewerber haben wir uns noch nicht verschafft: Nur eine kennen wir, die sich nun warm anziehen sollten: Amiando!
Wir wünschen aber viel Glück und eine frohe Vernetzung in StudiVZ Userkreisen.
Die Vorabendveranstaltung in der Kesselhalle war sehr beeindruckend- zumindest kulissentechnisch. Wer den Ort tatsächlich gefunden hatte durfte sich an einer Industriekulisse erfreuen die seinesgleichen sucht. Wir sind ja schon ein Land mit viel Industriehistorie… Die Teilnehmer hingegen haben mit Industrie recht wenig am Hut. Anwesende Investoren und Gründer waren sich einig: Pharma/Medizin und Internet/Entertainment/Mobile bewegen die Gemüter und sind unsere Zukunft.
So dann auch auf dem Kongress selbst: Stark Gründerlastig und nur wenige Branchen! Die Anwesenheit der VC und Angel Seite liess dann doch zu wünschen übrig. In einer Zeit in der es wieder brodelt haben Investoren wohl kein deal-flow Problem.
Bemerkenswert eine Gründung aus Jena: VISUMOTION. 3D Bildschirme ohne Brillen, softwarebasiert mit einer Folie auf dem Bildschirm. Auf diesem Stand war zweifelsohne das meiste los. “Need for Speed” in 3D sah beeindruckend aus! Dirk Heinrich als CEO hat erste Verkaufserfolge in Fernost zu vermelden. Deutschland tut sich bisher schwer mit dem Kauf des beeindruckenden Produktes. Aber das wird nicht lange auf sich warten lassen, da bin ich sicher!
Sonopia, ein US-ukrainisches (!) Start-Up ermöglicht es nun jedem in den USA, sein eigenes Mobilfunk-Netz zu eröffnen. Virtuell, versteht sich. Das Konzept funktioniert wie folgt: Sonopia kauft bei Verizon Wireless freie Netzkapazitäten auf und gibt diese an seine Kunden weiter, die wiederum ihr eigenes Mobilfunknetzwerk damit eröffnen können: Dem Kind einen Namen gegeben, Tarife festgelegt, fertig. Abrechnung und Administration verbleiben bei Sonopia. Beim “Besitzer” verbleiben ca. 5 % des Umsatzes, aber das System bietet einen großen Vorteil: Analysten gehen davon aus, dass in Zukunft möglicherweise über eine gemeinsame Mobilfunk-Marke ebenso Community-Building betrieben wird, wie heute über Internetseiten. Diese zusätzliche Möglichkeit, sich mit einer Marke zu identifizieren ist es, die zum Beispiel die Naturschutzorganisation WWF veranlasst hat, zum Mobilfunker zu werden.
Die Bertelsmann Gruppe will nach einem Bericht der FTD einen eigenen Beteiligungsfond aufbauen. Ziel ist offenbar, im Markt mit den selben Möglichkeiten zu operieren, wie eine normale Investmentbank. In den kommenden vier Jahren sollen insgesamt mindestens 500 Mio. EUR in den Fond eingebracht werden. Andere Quellen sprechen von bis zu 1,5 Mrd. EUR die ab 2008 jährlich zur Verfügung stehen sollen. Damit würden die Gütersloher ihre Schlagkraft behalten, obwohl sie derzeit die Schulden aus der Übernahme von 26 Prozent der RTL-Anteile von Bruxelles-Lambert zurückzahlen. Partner bei dem Vorhaben sind Citigroup und Morgan Stanley. Langfristig soll der Fond - Sitz ist Luxemburg - in neue Geschäftsfelder investieren, die Bertelsmann derzeit noch nicht besetzt hält.
